Anlässlich des STADTRADELNs findet am Sonntag, 27. Juni 2021 von 14 bis 19 Uhr der ökumenische Kirchen-Radrundweg statt. In diesem Zeitraum können verschiedene Bruchsaler Kirchen besucht und Stempel gesammelt werden. Für fünf gesammelte Stempel erhält man ein kleines Geschenk, das man beim Fahrradfahren natürlich gut gebrauchen kann.

Die teilnehmenden Kirchen und Gemeinden bieten zudem ein buntes Programm und verschiedene Verpflegungsangebote an.

Der Kirchen-Radrundweg kann an jeder der Bruchsaler Kirchen begonnen werden. Er folgt größtenteils den ausgeschilderten Radwegen. An Kreuzungen, an denen der Kirchen-Radrundweg vom üblichen Radweg abweicht, sind Wegweiser mit dem ACG-Logo angebracht. Zusätzlich liegt für alle, die eine analoge Navigation bevorzugen, eine schriftliche Wegbeschreibung zum Mitnehmen aus.

Plakat

Als Christinnen und Christen beim Bruchsaler STADTRADELN mitmachen!

Klimaschutz, Umweltschutz, Bewahrung der wunderbaren Schöpfung Gottes – Themen, die uns alle angehen und am Herzen liegen sollten, auch oder gerade uns Christinnen und Christen. In ökumenischer Verbundenheit wollen wir uns dafür einsetzen. Durch unsere Teilnahme am STADTRADELN setzen wir als Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Bruchsal ein Zeichen. Je mehr mitmachen, je mehr Kilometer wir mit dem Fahrrad zurücklegen, desto größer wird dieses Zeichen.

Jede und jeder kann mitmachen!

Auf der Plattform www.stadtradeln.de/bruchsal bzw. mit der STADTRADELN-App anmelden:

  • zuerst die Kommune (Bruchsal) auswählen
  • dann dem Team beitreten; hierfür im Feld „vorhandenem Team beitreten“ das Team „Ökumenisch unterwegs (christl. Gemeinden Bruchsal)“ auswählen
  • anschließend die persönlichen Daten (Name, Geburtsjahr und Mailadresse) eingeben sowie einen Benutzernamen und ein Passwort.

 

Während der Bruchsaler Aktionswochen vom 26. Juni bis zum 17. Juli 2021 kann man dann seine geradelten Kilometer eintragen:

Entweder mal loggt sich auf der STADTRADELN-Plattform ein oder nutzt die App. (Wer bei der App die GPS-Nutzung aktiviert, überträgt seine gefahrenen Kilometer automatisch.)

Am Ende werden alle gefahrenen Kilometer eines Teams zusammengezählt. Wäre es nicht ein starkes Zeichen, wenn wir als christliche Gemeinden die meisten Fahrradkilometer für Bruchsal sammeln?

 

 

 

 

Er lebt

„Er lebt!“ „Jesus lebt!“ Das haben die Jüngerinnen und Jünger erlebt. Auf der Rechnung hatte es niemand von ihnen. Denn wenn jemand tot ist, ist er oder sie tot. Das stand fest. Gerade auch nach der brutalen Hinrichtung am Kreuz. Dass es am Ende einmal eine Auferstehung geben würde, was in manchen jüdischen Kreisen durchaus erhofft wurde, änderte daran zunächst einmal nichts. Denn das galt für das Ende der Zeit. Nicht einmal, dass Jesus vor seinem Tod in rätselhafter Weise von seiner Auferstehung gesprochen hatte, hatte irgendeine Hoffnung wachgehalten.

Und dann kam das, womit niemand gerechnet hatte. Gott hatte niemand „auf der Rechnung“. Der Evangelist Lukas erzählt davon folgendermaßen (Lukas 24):

„241Am ersten Tag der neuen Woche gingen die Frauen gleich in der Morgendämmerung zum Grab. Sie brachten die wohlriechenden Öle mit, die sie vorbereitet hatten. 2Da entdeckten sie, dass der Stein vom Grab weggerollt war. 3Sie gingen in die Grabkammer. Doch den Leichnam von Jesus, dem Herrn, konnten sie nicht finden.
4Sie überlegten noch, was sie von alldem halten sollten. Da traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. 5Die Frauen erschraken und hielten den Blick gesenkt. Die beiden Männer sagten zu ihnen: »Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten? 6Er ist nicht hier: Gott hat ihn von den Toten auferweckt! Erinnert euch an das, was er damals in Galiläa zu euch gesagt hat: 7›Der Menschensohn muss ausgeliefert werden in die Hände der Sünder und am Kreuz sterben. Aber am dritten Tag wird er von den Toten auferstehen.‹« 8Da erinnerten sich die Frauen an das, was Jesus gesagt hatte.
9Die Frauen kehrten vom Grab zurück und berichteten alles den elf Jüngern und den anderen Anwesenden. 10Es waren Maria aus Magdala, Johanna, Maria, die Mutter von Jakobus, und noch andere, die zu ihnen gehörten. Die Frauen erzählten den Aposteln, was sie erlebt hatten. 11Die Apostel hielten ihren Bericht für reine Erfindung und glaubten ihnen nicht. 12Aber Petrus stand auf und rannte zum Grab. Er schaute hinein, sah aber nur die Leinenbinden. So ging er wieder zurück und fragte sich verwundert, was da wohl geschehen war.“

In den vier Evangelien wird erzählt, wie Jesus nach der Auferstehung verschiedenen Menschen begegnet ist. Manchmal kurz, manchmal länger. Manchmal gleich erkennbar, manchmal zunächst verborgen. Aber so eindeutig, dass die Menschen davon überzeugt waren: „Er lebt! Jesus lebt!“

Heute wird Immer wieder leichtfertig gesagt: „Na ja, das ja doch alles erfunden.“ Oder: „Das haben sie sich damals in ihrer „vorwissenschaftlichen Naivität“ eingebildet.“

Ich bin davon überzeugt, dass es gute Argumente gibt, dass Jesus auferstanden ist. Eines der wichtigsten hat für mich mit seinen Freundinnen und Freunden zu tun, die Jesus begegnet sind und erlebt haben, dass er lebt:

Aus ängstlichen Freundinnen und Freunden, die sich aus Angst um ihr Leben in einer Wohnung zurückgezogen hatten, wurden mutige Zeuginnen und Zeugen, die ihr weiteres Leben dafür eingesetzt haben, von Jeus zu erzählen: Von dem, was sie mit ihm erlebt haben; davon, dass er gekreuzigt wurde und wieder auferstanden ist. Für eine selbsterfundene Lüge, von der man nur zu gut weiß, dass sie nicht stimmt, Nachteile in Kauf zu nehmen, ins Gefängnis zu gehen, ja sogar teilweise dafür zu sterben – das halte ich für recht unwahrscheinlich. Das wäre „Verschwörungstheorie pur“ – oder Unsinn – oder Wahnsinn.

Die Freundinnen und Freunde von Jesus haben es erlebt: Er lebt! Und bis heute haben immer wieder Menschen diese Erfahrung gemacht.  Mit Ostern hat das Abenteuer des Glaubens begonnen – und wir sind heute eingeladen, uns selbst darauf einzulassen: Er lebt!

Achim Schowalter

Aus Liebe

Das Kreuz wurde zum Symbol des Christentums. In fast jeder Kirche findet sich ein Kreuz. Es ist Bestanteil von Nationalflaggen von Ländern geworden, die ihre christliche Ausrichtung zeigen wollten. Auf Friedhöfen symbolisieren die Kreuze den Tod. Sogar als Schmuckstück sind Kreuze beliebt: an Ketten, als Ohrring und auch als Piercing.

Wir haben uns schon so an Kreuze gewöhnt, dass wir gar nicht an die Grausamkeit einer Kreuzigung denken, wenn wir ein Kreuz sehen. Denn grausem war es, was da passierte. Die Kreuzigung gehörte zu den schlimmsten Hinrichtungsarten der Antike. Sie war Schwerverbrechern, Sklaven und Staatsfeinden vorbehalten. Römische Bürger durften nicht gekreuzigt werden– das war unter ihrer Würde.

Dass Jesus gekreuzigt wurde, ist angesichts seines Lebens unverständlich. Es bedurfte einiger juristischer Unregelmäßigkeiten, ihn in einem kurzen Verfahren so hinzurichten zu lassen.

Der Evangelist Johannes (Johannesevangelium Kapitel 19) erzählt die Ereignisse folgendermaßen:

„Jesus wurde abgeführt. 17 Er trug sein Kreuz selbst aus der Stadt hinaus zu dem Ort, der »Schädelplatz« heißt, auf Hebräisch Golgota. 18 Dort wurde Jesus gekreuzigt und mit ihm noch zwei andere – einer auf jeder Seite und Jesus in der Mitte. 19 Pilatus ließ ein Schild oben am Kreuz anbringen, auf dem geschrieben stand: »Jesus der Nazoräer, der König der Juden.« 20 Viele Juden lasen das Schild. Denn der Ort, wo Jesus gekreuzigt wurde, lag nahe bei der Stadt. Die Inschrift war in hebräischer, lateinischer und griechischer Sprache abgefasst. 21 Die führenden Priester des jüdischen Volkes sagten zu Pilatus: »Schreibe nicht: ›Der König der Juden‹, sondern: ›Dieser Mann hat behauptet: Ich bin der König der Juden.‹« 22 Pilatus erwiderte: »Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben.«

23 Nachdem die Soldaten Jesus gekreuzigt hatten, teilten sie seine Kleider unter sich auf. Sie waren zu viert, und jeder erhielt einen Teil. Dazu kam noch das Untergewand. Das war in einem Stück gewebt und hatte keine Naht. 24 Die Soldaten sagten zueinander: »Das zerschneiden wir nicht! Wir lassen das Los entscheiden, wem es gehören soll. «So ging in Erfüllung, was in der Heiligen Schrift steht: »Sie verteilen meine Kleider unter sich und werfen das Los über mein Gewand. «Genau das taten die Soldaten.

25 Nahe bei dem Kreuz von Jesusstanden seine Mutter und ihre Schwester. Außerdem waren Maria, die Frau von Klopas, und Maria aus Magdala dabei. 26 Jesus sah seine Mutter und neben ihr den Jünger, den er besonders liebte. Da sagte Jesus zu seiner Mutter: »Frau, sieh: Er ist jetzt dein Sohn.« 27 Dann sagte er zu dem Jünger: »Sieh: Sie ist jetzt deine Mutter.« Von dieser Stunde an nahm der Jünger sie bei sich auf.

28 Nachdem das geschehen war, wusste Jesus, dass jetzt alles vollbracht war. Damit vollendet würde, was in der Heiligen Schrift steht, sagte er: »Ich bin durstig!« 29 In der Nähe stand ein Gefäß voll Essig. Die Soldaten tauchten einen Schwamm hinein. Dann legten sie ihn um einen Ysopbund und hielten ihn Jesus an den Mund. 30 Nachdem Jesus den Essig genommen hatte, sagte er: »Es ist alles vollbracht.« Er ließ den Kopf sinken und starb.“

Was der Evangelist Johannes hier sehr zurückhaltend erzählt, war ein furchtbares Geschehen. (Übrigens floss – entgegen vieler dramatischer Darstellungen – bei einer Kreuzigung fast kein Blut.) Aber trotz aller Zurückhaltung – warum erzählen die 4 Evangelisten die Kreuzigung Jesu so ausführlich? Jede und jeder damals wusste, wie so etwas abläuft. Ein Satz zum Thema hätte genügt.

Die Antwort klingt fast paradox: Weil sich am Kreuz vollendet, was die Lebensbotschaft Jesu war. Und da werden im Neuen Testament ganz unterschiedliche Aspekte formuliert:

Jesus stirbt, weil er bereit war, wie einige Propheten, an seiner Botschaft bis zum Schluss festzuhalten. Das Kreuz ist so etwas wie die Unterschrift unter seine Botschaft.

Der Apostel Paulus sieht in dem Geschehen am Kreuz Gott selbst am Werk (2. Korinther 5,19). „Ja, in Christus war Gott selbst am Werk, um die Welt mit sich zu versöhnen. Er hat den Menschen ihre Verfehlungen nicht angerechnet.“ Kurz gefasst: Gott streckt uns in Jesus Christus die Hand zu Versöhnung entgegen und spricht uns zu: „Dir ist vergeben! Gott rechnet Dir Deine Schuld für alle Ewigkeit nicht mehr an!“

Und beim Evangelisten Johannes lesen wir, wie Jesus einmal zu seinen Jüngern sagt: „Niemand hat größere Liebe als der, der sein Leben lässt für seine Freunde.“ Bei Beerdigungen heißt es manchmal: „Die verstorbene Person hätte ihr letztes Hemd für andere gegeben.“ Jesus wurde sein letztes Hemd genommen – aber gegeben hat er sein Leben: als Zeichen unüberbietbarer Liebe zu uns.

In der englischen Sprache heißt der Karfreitag „Good Friday“ – guter Freitag. Gut für uns, weil Gott in Jesus seine Liebe zeigt und dies mit dem äußersten Mittel unterstreicht, das ein Mensch benutzen kann: mit dem eigenen Leben.

Achim Schowalter

Für dich gegeben

Diese Worte hat Jesus gesagt, als er mit seinen Jüngern am Abend vor seiner Kreuzigung zusammen war. Er hat im Angesicht seines Todes mit ihnen gefeiert und diese Feier auf seinen bevorstehenden Tod gedeutet.

Der Evangelist Lukas erzählt von diesem Abendmahl so (Lukas 22):

„7Es kam nun der Tag der Ungesäuerten Brote, an dem man das Passalamm opfern musste. 8Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Geht hin und bereitet uns das Passalamm, damit wir’s essen. 9Sie aber fragten ihn: Wo willst du, dass wir’s bereiten? 10Er sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr hineinkommt in die Stadt, wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Wasserkrug; folgt ihm in das Haus, in das er hineingeht, 11und sagt zu dem Hausherrn: Der Meister lässt dir sagen: Wo ist die Herberge, in der ich das Passalamm essen kann mit meinen Jüngern? 12Und er wird euch einen großen Saal zeigen, schön ausgelegt; dort bereitet das Mahl. 13Sie gingen hin und fanden’s, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passalamm.

14Und als die Stunde kam, setzte er sich nieder und die Apostel mit ihm. 15Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies Passalamm mit euch zu essen, ehe ich leide. 16Denn ich sage euch, dass ich es nicht mehr essen werde, bis es erfüllt wird im Reich Gottes. 17Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmt ihn und teilt ihn unter euch; 18denn ich sage euch: Ich werde von nun an nicht trinken von dem Gewächs des Weinstocks, bis das Reich Gottes kommt. 19Und er nahm das Brot, dankte und brach’s und gab’s ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. 20Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird!“

In diesem Mahl verdichtet sich, was Jesus mit seinem ganzem Leben und Sterben als Botschaft vor Augen stellt: Gott gibt alles, um uns Menschen seine Liebe und Gemeinschaft zu schenken. Und er tut auch alles dafür, das zu überwinden, was uns von ihm trennt und was an Schuld in unserem Leben da ist und uns belastet: indem er uns seine Vergebung schenkt.

In jeder Eucharistie, in jedem Abendmahl feiern wir Gottes Gegenwart und die Zusage, dass unser Leben neu werden, sich wandeln kann.

Welch eine Gabe! – Oder mit den Worten Jesu: „Für dich gegeben!“

Achim Schowalter

Der König kommt

Im Markusevangelium (Kap. 11) wird die Geschichte folgendermaßen erzählt:

1Kurz vor Jerusalem kamen Jesus und seine Jünger nach Betfage und Betanien am Ölberg. Da schickte Jesus zwei seiner Jünger voraus 2und sagte zu ihnen: »Geht in das Dorf, das vor euch liegt. Gleich wenn ihr hinein kommt, findet ihr einen jungen Esel angebunden. Auf ihm ist noch nie ein Mensch geritten. Bindet ihn los und bringt ihn her. 3Und wenn euch jemand fragt: ›Was macht ihr da?‹, dann sagt: ›Der Herr braucht ihn, aber er wird ihn gleich wieder zurückschicken.‹« 4Die Jünger gingen in das Dorf und fanden den Esel. Er war an einem Hoftordraußen an der Straße angebunden. Sie machten ihn los. 5Einige der Leute, die dort standen, fragten sie: »Was macht ihr? Warum bindet ihr den Esel los?«  6Die beiden Jünger antworteten genau so, wie Jesus es ihnen aufgetragen hatte. Da ließen sie es zu.

7Sie brachten den jungen Esel zu Jesus und legten ihre Mäntel auf seinen Rücken. Jesus setzte sich darauf. 8Viele Leute breiteten ihre Mäntel auf der Straße aus. Andere aber legten Zweige hin, die sie am Feldrand abschnitten.

9Die Leute, die vor Jesus hergingen und ihm folgten, riefen unablässig: »Hosianna! Gesegnet sei, wer im Namen des Herrn kommt! 10Gesegnet sei die Herrschaft unseres Vorfahren David, die jetzt neu beginnt. Hosianna in himmlischer Höhe!« 11So zog Jesus in Jerusalem ein. Er ging in den Tempel und sah sich dort alles an. Als es spät geworden war, ging er mit den Zwölf hinaus nach Betanien.

Wenn eine Königin oder ein König zum Staatsbesuch in eine Landeshauptstadt kommt, wird einiges in Gang gesetzt, um das Staatsoberhaupt zu begrüßen. Als Jesus sich nach Jerusalem begibt, gleicht sein „Einzug“ irgendwie dem Einzug eines Herrschers – und dann doch wieder gar nicht. Er kommt nicht beeindruckend mächtig „hoch zu Ross“ wie die damaligen Feldherren und Kaiser, sondern auf einem Esel, dem Tier der Sanftmut. Es wird nicht der rote Teppich ausgelegt, aber Menschen legen Zweige und ihre persönlichen Kleider auf den Weg, um die Nähe zu Jesus zu zeigen. Es werden nicht die Posaunen geblasen, um die Menschen zum Jubeln zu animieren. Die Menschen, die mit Jesus unterwegs sind, beginnen von sich aus, den König mit Jubel, Gesang und Botschaften in die Hauptstadt zu begleiten. „Hosianna“ bedeutet: Hilf doch! Eine Bitte. Eine Bitte des Zutrauens, dass Jesus wirklich helfen kann. Dass er helfen kann in ihrer Not.

Ein König kommt – und doch ganz anders als wir Menschen es machen würden.

Daniel Kallauch hat in einem Kinderlied diese Andersartigkeit eindrücklich beschrieben:

„Refr. Gott kommt kleiner als wir denken, Gott kommt völlig unscheinbar.
Gott kommt, um sich zu verschenken, Gott kommt, und er bleibt uns nah.

  1. Mitten in die Welt, in der Größe und Stärke so viel zählt, kommt er ganz klein daher.
  2. Mitten in die Welt, in der Macht und Anseh‘n so viel zählt, kommt er ganz schwach daher
  3. Mitten in die Welt, in der Haben und Gewinnen so viel zählt, kommt er ganz arm daher.
  4. Mitten in die Welt, in der unten und oben so viel zählt, kommt er ganz leis daher.“

Achim Schowalter

Foto: Roland Sand

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(Fotos: Roland Sand)


Bedingt durch den Lockdown hatte es viele Wochen keine Gottesdienste gegeben, sogar in der Karwoche und an Ostern nicht.

Nachdem die Landesregierung ab dem Wochenende 9./10.5. wieder Gottesdienste erlaubt, haben sich Vertreterinnen und Vertreter von Mitgliedsgemeinden der ACG am Samstagabend auf dem Babette Ihle Platz bei der Stadtkirche zum Auftakt zu einer ökumenischen Andacht versammelt.

Benedikt Ritzler von der Seelsorgeeinheit St. Vinzenz begrüßte die Anwesenden und eröffnete den Gottesdienst. Nach einem Gebet des Schuldekan Walter Vehmann sprach Andrea Knauber von den Christusgemeinden Ober- und Untergrombach in ihrer Ansprache davon, dass Gott nicht in einem Haus wohnt. Er ist dort, wo die Menschen sind, die an ihn glauben. Wir sind lebendige Steine. Dennoch ist es schön, dass die Zeiten der „Kirche von zu Hause“ nun vorbei sind und wir wieder in die Gotteshäuser dürfen, um in Gemeinschaft unseren Glauben zu feiern.

Es ist ein verhaltenes Feiern, ohne Gemeindegesang und das, obwohl der Beginn für die evangelische Kirche auf den Sonntag „Kantate“ fällt. Es gelten die Abstandsregeln, es gelten die Infektionsschutzmaßnahmen, aber es ist ein Schritt in die Normalität.

Marieluise Gallinat-Schneider (St. Vinzenz) und Susanne Knoch (Luthergemeinde) baten in den Fürbitten für die Politiker, die schwere Entscheidungen zu treffen hatten und haben, für die Stadt Bruchsal, für die Ökumene, für die Menschen, die wirtschaftlich die Verlierer der Krise sind, für Pflegepersonal und Bewohnerinnen der Altenheime und die Kranken und Verstorbenen.
 
Knut Neumann von der Evangelisch methodistischen Kirche beendete die Andacht mit dem Segen.

Musikalisch haben Achim Schowalter (Paul-Gerhardt-Gemeinde) und Raimund Glastetter die Andacht begleitet. Leiser und verhaltener Gesang ertönte nach den langen Wochen der Enthaltung. Es tat gut, wieder miteinander zu beten. Ich denke, es war ein wichtiges Zeichen, zu zeigen, dass wir im Glauben an Jesus Christus verbunden sind.

Nach diesem gemeinsamen Start werden die Gemeinden ihre Kirchen wieder mit Leben füllen und dort Gottes Wort verkünden.



Marieluise Gallinat-Schneider

Guter Gott, die Pandemie nimmt ihren Lauf.
Die Ereignisse überschlagen sich.
Täglich erreichen uns neue Erkenntnisse über das Virus und seine Ausbreitung.
Kurven des Verlaufs, wenn wir jetzt nicht handeln und uns einschränken.
Bilder des Schreckens aus Italien.
Wir stehen noch ganz am Anfang.
Nicht auszudenken, was noch auf uns zukommt.
Angst, Panik, Hysterie vereinnahmen viele Menschen.
Wie werden wir die kommende Zeit überstehen?
Was macht das mit mir und meinem Leben?
Mich tröstet der Gedanke,
dass du, Gott, Anfang und Ende bist.
Auch wenn wir ganz am Anfang stehen,
bist du derjenige, der uns beisteht.
Der uns die Kraft gibt, durchzuhalten.
Der uns den Geist schenkt, besonnen zu bleiben.
Der uns die Zuversicht ins Herz legt: alles wird gut.
Diese Hoffnung treibt mich an, guter Gott.
Diese Hoffnung erkenne ich in jedem Sonnenstrahl, jedem Lachen der Kinder, jedem Kerzenschein.
Du begegnest uns, auch wenn wir persönliche Begegnungen einschränken müssen.
Ich gehe durch meine Räume,
mein Schlafzimmer, mein Wohnzimmer, meine Küche, mein Bad,
ich sehe mein Bett, mein Sofa, meine Schubladen und Bücher
und ich weiß, ich bin gesegnet.
Gesegnet mit einem zu Hause, das ich mit lieben Menschen teile.
Und ich bin dankbar für diesen Rückzugsort.
Dankbar und gewiss, dass du da bist.
Du bist Anfang und Ende.
Guter Gott, entzünde dein Licht der Zuversicht in unseren Herzen.
Lass uns Anteil nehmen am Leid der Kranken und Infizierten
und gib uns die Kraft, ihnen beizustehen.
Sende du deinen Geist der Liebe, damit wir füreinander da bleiben.
Auch wenn wir daheim bleiben.
Sei du bei uns mit deinem Frieden.
Amen.

Susanne Knoch

 

gemeinsam Beten

Als Bruchsaler Gemeinden haben wir uns dieser großen Aktion angeschlossen. Die Idee ist, dass um 19 Uhr die Glocken läuten, wir im Fenster eine Kerze entzünden und dann gemeinsam beten.

Ein möglicher Ablauf:

  • Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

  • Persönliches Gebet mit Bitten für andere Menschen

  • Vaterunser

  • Liedvers zum Abschluss:

        Der du allein der Ewge heißt
        und Anfang, Ziel und Mitte weißt
        im Fluge unsrer Zeiten:
        bleib du uns gnädig zugewandt
        und führe uns an deiner Hand,
        damit wir sicher schreiten.

        (Text: Jochen Klepper 1938)
Foto: Roland Sand

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(Fotos: Roland Sand)


… jedes große Haus verbrannte er im Feuer

Nachdem die Glocken aller Bruchsaler Kirchen zwischen 13.50 und 14.10 Uhr während der Zeit des Luftangriffs geläutet hatten, begann das Gedenkkonzert anlässlich des 75. Jahrestags der Zerstörung Bruchsals, zu dem die ACG in die Lutherkirche eingeladen hatte. Barbara Ludwig, die Organistin der Luthergemeinde, hatte dies organisiert.

Orgelmusik wechselte mit Stücken des Bezirksbläserchors Bretten-Bruchsal unter der Leitung von Matthias Gromer ab. Thematisch war die Musik passend ausgewählt, Bitte um Frieden, Trauermarsch, Meditationen über Angst, Trost, Hoffnung und Frieden klangen durch die Kirche. Die Komponisten reichten vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Pfarrerin i.P. Susanne Knoch begrüßte die Anwesenden und verlas Psalm 139, in dem es darum geht, dass Gott uns nicht verlässt. Der Psalmist sagt: HERR, du hast mich erforscht und kennst mich. Der Bläserchor intonierte danach „Nähme ich Flügel der Morgenröte“, ebenfalls ein Zitat aus dem Psalm.

Gemeindereferentin Marieluise Gallinat-Schneider hatte als Lesung einen Abschnitt aus dem Buch des Propheten Jeremia gewählt, der die Zerstörung Jerusalems durch die Truppen Nebukadnezzars, des Königs von Babel, beschreibt. Wenn es dort heißt …jedes große Haus verbrannte er im Feuer (Jer 52,13), dann erinnert das an die Situation Bruchsals am 1. März 1945. Zerstörung von Städten als Folge von Krieg war den Menschen schon zu biblischen Zeiten bekannt. Jerusalem einschließlich des Tempels lag damals in Schutt und Asche, die Bewohnerinnen und Bewohner wurden deportiert.

Solche Erfahrungen sind den Bruchsalerinnen und Bruchsalern, die den 2. Weltkrieg noch miterleben mussten, nicht fremd, für sie war dieser frühlingshafte Tag im März des letzten Kriegsjahres auch das Ende. Viele Tote wurden beklagt. Für die, die überlebten, ging es nach schwierigen Jahren dennoch auch wieder aufwärts, so dass sie heute auf 75 Jahre Frieden zurückblicken können, für die sie Gott danken dürfen.

„Verleih uns Frieden gnädiglich“, dieses Zitat von Martin Luther, der eine gregorianische Antiphon vertont hatte, zog sich durch das Gedenken des Tages.

Im weltlichen Gedenken im Bürgerzentrum sang der Schulchor des Schönborngymnasiums „Gib uns Frieden gnädiglich“ in der Fassung von Johann Hermann Schein, in der Lutherkirche spielte die Orgel eine Vertonung von Robert Jones von 1945 und am Abend sang die katholische Bezirkskantorei Bruchsal die Komposition von Felix Mendelsohn Bartholdy. Dies macht deutlich wie wichtig und aktuell dieser Wunsch auch heute noch ist.

Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick sprach das Versöhnungsgebet von Coventry, das seit 1959 jeden Freitag zum Zeitpunkt der Zerstörung der Kathedrale durch die deutsche Luftwaffe gebetet wird und überschrieben ist mit den Worten „Vater vergib“.

Mit dem Segen durch Marieluise Gallinat-Schneider schloss das Konzert. Es gab viel Applaus für die musikalische Leistung der Mitwirkenden.

Marieluise Gallinat-Schneider


 

Gedenkstunde

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(Fotos: Rolf-Dieter Gerken)

„Tag des Gedenkens“
(ein Filmbeitrag von KraichgauTV)


Wir als ACG hatten geplant, zu diesem Anlass vor dem Feuerwehrhaus eine Andacht zu gestalten, mit religiösen Elementen und einem Bericht über die Stolpersteine für Familie Bravmann, die dort liegen. Im Anschluss sollte es ins Rathaus gehen und dort das Gedenken der Stadt samt einer Lesung der Landesbühne stattfinden.

Inzwischen wurde alles zu einer gemeinsamen Feierstunde zusammengefasst, die aufgrund der Witterung im vollbesetzten Feuerwehrhaus stattfand.

Erinnern – Verstehen – Versöhnen, so ist das Heft der Gedenkveranstaltungen der Stadt Bruchsal für das Jahr 2020 überschrieben. Diese Worte wurden im Gedenken aufgegriffen:

Zum Auftakt entzündete Andrea Knauber ein Grablicht aus Israel und erinnerte an die 6 Millionen ermordeter Juden und die anderen Opfer des Nationalsozialismus. In ihrem Text ging sie auch auf die Gemeinsamkeit von Juden und Christen ein, die an einen Gott glauben und eine gemeinsame Heilige Schrift haben. Danach gedachte die Oberbürgermeisterin, Cornelia Petzold-Schick, der Geschichte des KZ Auschwitz-Birkenau, ging aber auch auf die heutige Situation in Deutschland ein und die Gefahr eines wachsenden Antisemitismus. Im Anschluss begrüßte Marieluise Gallinat-Schneider als Vorsitzende der ACG die Anwesenden. Sie ermahnte, daran zu denken, dass es einen christlich religiös begründeten Antijudaismus gab, der schon in der Bibel seine Wurzeln hat. Auf diesem Nährboden konnte Antisemitismus wachsen. Auch während der NS-Zeit haben sich nur einige Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen gegen das Regime gewandt und Juden geholfen. Viele haben geschwiegen, zugesehen oder sind mitgelaufen. Daher leitete sie ihren Impuls über in ein Schuldbekenntnis. Daran schloss sich der Bibeltext aus dem Matthäusevangelium (Mt 22, 37-40) an, der das jüdische Gebet des Schema Israel aufgreift, das Jesus ergänzt:

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt“  Dies ist das höchste und erste Gebot. Das andere aber ist dem gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“

Florian Jung erklärte in seinem Beitrag, warum er sich für die Stolpersteinverlegung engagiert und wie wichtig diese Aktion gerade für die Nachfahren der Opfer ist. Er ging auf Skepsis gegen das Aufrechterhalten der Gedenkkultur ein, darauf, wie lange für Jugendliche die Ereignisse her sind und wie fern daher auch. Durch das Vorstellen ganz persönlicher jüdischer Biographien aus Bruchsal mit den Stolpersteinen wird es jedoch greifbar und löst Betroffenheit aus.

Franz Porz und Andrea Knauber wandten sich mit ihrem Fürbittgebet an Gott. Es endete jeweils mit der Bitte „Herr, gib uns deinen Frieden“. Nach dem gemeinsam gebeteten Vaterunser endete Achim Schowalter mit dem aaronitischen Segen nach der Luther- und Buberübersetzung. Das Lied: „Freunde, dass der Mandelzweig“ beschloss die Feierstunde.

Viele blieben, um danach noch die Lesung aus Biographien von Familien, für die Stolpersteine gelegt worden waren und das Theaterstück „Auschwitz meine Liebe“ von der Badischen Landesbühne zu erleben, das zwischen Schläuchen und Feuerwehruniformen an diesem ganz bewusst gewählten Ort der ehemaligen Synagoge besonders eindrücklich rüberkam.


Marieluise Gallinat-Schneider

 

Fotos: Fotofreunde Heidelsheim / Roland Sand

Unter dem Motto

Lasst uns miteinander

fand vom 5.-7. Juli 2019 in Bruchsal der 29. Badische Landesposaunentag statt.

Einer der Höhepunkte war der ökumenische Gottesdienst mit ca. 1500 Blechbläser und Blechbläserinnen am Sonntag im Schloßgarten.

Impressionen vom Samstag

Impressionen vom Sonntag

(Fotos: Fotofreunde Heidelsheim / Roland Sand)

Fotos: Roland Sand

Nach mehrmonatiger Vorbereitung begann am 2. Februar 2019 um 10 Uhr der Ökumenische Bibeltag der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Gemeinden (ACG) Bruchsal im Kirchengebäude der neuapostolischen Kirche in Bruchsal. Als Gastredner konnte Bischof i.R. Walter Klaiber von der Evangelisch-methodistischen Kirche gewonnen werden.

An die offizielle Begrüßung durch Pfarrer Achim Schowalter und einem ersten gemeinsamen Singen, angeleitet durch Pfarrer Schowalter am Klavier nebst Begleitung durch Cajón und E-Bass, schloss sich der erste Impulsvortrag durch Bischof Klaiber an. Das zugrunde liegende Thema "Musste nicht der Christus das erleiden? - Von der Not-Wendigkeit des Todes Jesu“ führte die zahlreichen Teilnehmer zu Beginn in die Lebenswelt, die Gebräuche und Riten ein, die im Zusammenhang mit dem Kreuzestod eine bedeutende Rolle spielen. Die mit zahlreichen Bibelstellen untermauerten, intensiven Ausführungen des Bischofs erforderten höchste Aufmerksamkeit seitens der Zuhörer und belohnte diese mit neuer Erkenntnis, neuem Wissen und manchem Aha-Erlebnis.

Im Anschluss hatte man die Möglichkeit an einer der angebotenen Arbeitsgruppen teilzunehmen, die mit ausgewählten Bibeltexten, Bildern und weiteren "Kreuzes"-Themen das Tagesmotto noch weiter vertieften. Nach Rückkehr ins Plenum konnten Erfahrungen und Erlebnisse aus den Arbeitsgruppen geteilt werden. Bischof Klaiber stand für vertiefende Fragestellungen mit seinem umfangreichen Wissen bereit und beantwortete gewissenhaft die an ihn gestellten Fragen.

Zur Mittagspause war der Tisch im Foyer gedeckt, so dass keiner hungrig in den Nachmittag starten musste. Zudem wurde die Pause genutzt zur Überbrückung von Kirchengemeindegrenzen, zum Erkennen des Verbindenden im Glauben und zum persönlichen Kennenlernen. Des Weiteren stand Bischof Klaiber für das eine und andere Gespräch zur Verfügung.

Den Nachmittag eröffnete dann der Hausherr, Gemeindevorsteher Frank Arlaud, in dem er die Architektur des Kirchengebäudes erläuterte, die ebenfalls Jesu, das Kreuz und die Größe Gottes in den Mittelpunkt rücken soll. Der Nachmittagsvortrag von Bischof Klaiber hatte das Thema „Für uns gestorben!? Von der existentiellen Bedeutung des Kreuzes für uns heute“. Dank seines Wissens ein erneut beeindruckendes Erlebnis, das vielen Zuhörern noch lange im Gedächtnis bleiben dürfte.

Nach erfolgter Kaffeepause und mit freudigem Gesang Aller klang der Bibeltag schließlich aus.

Ein großer Dank gilt allen fleißigen Helfern, die sich bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung des Bibeltags eingebracht und engagiert haben. Ohne ihre Hilfe wäre das in dieser gelungen Form nicht möglich gewesen! Und natürlich gilt der Dank insbesondere Bischof Klaiber, der uns an diesem Tag an seinem großen Wissen und seiner Erkenntnis teilhaben ließ.

Bernd Heß

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(Fotos: Roland Sand)

Weitere Infos:

Zur Person:

Bischof i.R. Walter Klaiber studierte Evangelische Theologie und promovierte 1972 an der Universität Tübingen. Von 1971 bis 1989 war er Dozent für Neues Testament und Griechisch am Theologischen Seminar in Reutlingen, zu dessen Direktor er 1977 bestellt wurde. 1989 wurde Walter Klaiber zum Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche gewählt und diente in diesem Amt bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2005. Zu vielen Aufgaben und Beauftragungen zählte u.a. seine Mitarbeit im Arbeitskreis Christlicher Kirchen in Deutschland, deren Vorsitz er von 2001 bis 2007 inne hatte. Zudem ist er Verfasser zahlreicher theologischer Schriften, u.a. des Werkes "Jesu Tod und unser Leben - Was das Kreuz bedeutet". Dessen Inhalt lag auszugsweise den Vorträgen am Bibeltag zu Grunde.

(Quelle: „Walter Klaiber“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29. März 2018, 15:07 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Walter_Klaiber&oldid=175537618 (Abgerufen: 17. Februar 2019, 19:39 UTC)

 

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Im Text der heutigen Lesung von Paulus aus dem Philipperbrief heißt es:

„Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Jesus Christus bewahren“

Friede, der alles Verstehen übersteigt, das kann nur himmlischer Friede sein. Aber damit dürfen wir uns nicht begnügen, wir müssen dennoch hier etwas dafür tun. So wie die Pfadfinder. Heute findet zum 25. Mal die Friedenslichtaussendung statt, 25 Jahre erinnert das kleine Licht aus Bethlehem nun schon an den Wunsch nach Frieden. Vielfalt der Religionen, wie sie auf dem Plakat zu sehen ist, ist leider auch heute oft nur ein Wunschtraum!

Auch heute, 100 Jahre nach Ende des 1. Weltkrieges, der damals für Europa eine ganz kurze Spanne des Friedens und Miteinanders brachte, sind wir davon noch weit entfernt, auch wenn wir hier weitgehende in Frieden leben können.

Anschläge wie der auf den Straßburger Weihnachtsmarkt machen jedoch deutlich, wie schnell etwas passieren kann und wie wichtig gerade ein gutes Miteinander der Religionen ist

Als Vertreterin der ACG nehme ich dieses Licht stellvertretend für alle Bruchsaler Gemeinden, für die Konfessionen und christlichen Gemeinschaften entgegen und wünsche uns diesen Frieden aus der Vielfalt der christlichen Gemeinden heraus. Ich danke den Pfadfindern dafür, dass sie uns auch dieses Jahr mit dem Licht aus Bethlehem daran erinnern. Es wird nun in unsere Kirchen gebracht und kann dort geholt werden, wird auch Heiligabend an den Krippen brennen und für den Frieden stehen.

Ich werde das Licht jetzt in die Stadtkirche bringen, die tagsüber immer offen ist, so dass das Licht dort geholt werden kann.

Marieluise Gallinat-Schneider

Fotos: Roland Sand

Unter diesem Titel gestaltete die Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden (ACG) am 9. November 2018 anlässlich des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht  im Anschluss an das Gedenken am Feuerwehrhaus einen ökumenischen Gottesdienst.

Dieser fand unter der Leitung von Gemeindereferentin Marieluise Gallinat-Schneider und Pfarrer Achim Schowalter in der Lutherkirche statt.

Im Rahmen des Gedenkens sprach Florian Jung, einer der Organisatoren der Stolperstein-Verlegungen, über das Schicksal einer Bruchsaler jüdischen Familie. Der Gottesdienst setzte sich mit unserer Schuld auseinander und rief zur Wachsamkeit auf.

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Fotos: Roland Sand und Gerhard Öfner

Seit 2015 existiert das Bündnis "Wir für Menschlichkeit" inzwischen, in dem sich Parteien, Gewerkschaften, Vereine und wir, als ACG zusammengeschlossen haben, um für Menschenwürde einzutreten.

Am 2. Juni 2018 haben wir das dritte Mal gezeigt, dass Bruchsal eine bunte, tolerante Stadt ist. Viele Christinnen und Christen sind gekommen, um sich am Stand vor dem Vinzentiushaus einen Luftballon oder Flyer zu holen und sich von dort in die Menschenkette einzureihen, die zwischen 12.50 Uhr und 13 Uhr stand. Mehr als 1000 Menschen haben vom Oppenheimerplatz über die Kaiserstraße, den Marktplatz, die Josef-Kunz-Straße bis zum Pavillon mit bunten Luftballons ein Zeichen gesetzt.

Danke allen, die von den Bruchsaler Gemeinden mit dabei waren!

Marieluise Gallinat-Schneider
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Fotos: Rolf-Dieter Gerken

Am Samstag, 1. April 2017 fand in der Kirche St. Cosmas & Damian in Untergrombach anlässlich des Reformationsgedenkens der ökumenische Jahresgottesdienst der ACG statt:

erinnern - versöhnen - aufbrechen

In diesen drei Schritten wurde - ganz bewusst in der Passionszeit - das, was in 500 Jahren Reformationsgeschichte an Wunden geschlagen wurde, aber auch die guten Entwicklungen und Anstöße im gemeinsamen Gedenken und Feiern vor Gott getragen.

 

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Fotos: Roland Sand

Am Samstag, 8. Oktober 2016, fand in der Paul-Gerhardt-Kirche in Bruchsal der ökumenische Jahresgottesdienst der ACG statt. Das Thema lautete: „Sonntag – geschenkt“.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von der Gruppe „Neues geistliches Lied“ aus St. Paul und dem Kammerorchester der Neuapostolischen Gemeinde.

Im Anschluss bestand Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch.

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Fotos: Roland Sand

Der Einladung des Bündnisses „Wir für Menschlichkeit“ am 19. März 2016 zu Fest, Demonstration und Kundgebungen folgten ca. 1300 Menschen.

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