Suchet der Stadt Bestes – Ökumenischer Pfingstgottesdienst zum Stadtjubiläum

Es war eine doppelte Geburtstagsfeier am Pfingstmontag in der Bruchsaler Lutherkirche:  Am „Geburtstag der Kirche“ zu Pfingsten feierten die Gemeinden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Gemeinden (ACG) Bruchsal auch das Jubiläum der Stadt mit der ersten urkundlichen Erwähnung von Bruchsal vor 1050 Jahren. 

Der ökumenische Gottesdienst stand unter dem Leitwort „Suchet der Stadt Bestes“.

Dazu richtete Oberbürgermeister Sven Weigt ein Wort an die Gemeinde. Es gehe in der Stadt darum, gemeinsam das Beste für alle zu suchen. Weigt betonte die Bedeutung von Zusammenhalt und Integration für das Leben in Bruchsal. Das biblische Leitwort sei auch heute aktuell: „Suchet der Stadt Bestes – das heißt für mich, dass wir Verantwortung füreinander übernehmen und die Vielfalt unserer Stadt als Stärke begreifen“, so der Oberbürgermeister. Gerade im Miteinander unterschiedlicher Menschen und Lebensgeschichten zeige sich die Zukunftsfähigkeit der Stadt.

„Wer nach Gottes Willen der Stadt Bestes suchen möchte, darf niemals das Wohl der Schwachen und Schutzlosen aus dem Blick verlieren“, betonte auch Pfarrer Helge Pönnighaus in seiner Predigt. „Als Christinnen und Christen haben wir allen Grund, an einer guten Zukunft mitzuwirken und sogar in unsicheren Zeiten vom bestmöglichen Ausgang her zu denken. Gott selbst ist mit seinen Zusagen über Hoffnung und Zukunft unser Mutmacher.“

Darum lohne es sich sogar vor einem drohenden Weltuntergang noch, ein Apfelbäumchen zu pflanzen, sagte Pfarrer Achim Schowalter mit Bezug auf das Martin Luther zugeschriebene Zitat. Als Symbol der Hoffnung übergab Schowalter ein Apfelbäumchen als Geschenk an die Stadt. Die Gottesbesucher/-innen hielten ihre guten Wünsche für Stadt und Oberbürgermeister außerdem auf Zetteln fest.

Die Zusage von Gott ließen sich viele Gottesdienstbesucher/-innen dann auch persönlich zusprechen und nahmen die Salbung als Segensangebot wahr. Pfarrer Benedikt Ritzler, Gemeindereferentin Marieluise Gallinat-Schneider, Pfarrer Pönnighaus und Pfarrer Schowalter zeichneten den Gläubigen an vier Stationen in der Kirche mit Salböl ein Kreuz auf Stirn oder Handrücken.

Die Kollekte des Gottesdienstes war für den Verein Stolpersteine bestimmt und erbrachte 737,55 Euro. Florian Jung vom Verein antwortete sofort auf diese Mitteilung: „Jüdischen Nachkommen aus den USA, die darüber nachdachten, ob sie sich Stolperstein leisten könnten, konnte ich nun sagen, dass es bereits Geld gibt und dass sie sich darüber keine Sorgen machen müssen.“

Martina Schäufele